Der erste «Grosse Preis der Stadt Grenchen» im Boccia erwies sich als voller Erfolg und bot sowohl für Kenner als auch für Neulinge spannenden Sport. Trotz sommerlicher Hitze herrschten im Bocciodromo angenehme Bedingungen, sodass zahlreiche Zuschauer die Finalspiele verfolgten. Das Turnier zog sogar Spitzenspieler aus dem Tessin an, was dem Anlass ein hohes sportliches Niveau verlieh. Ein Grund dafür war neben dem attraktiven Preisgeld auch die gute Organisation durch die Società Bocciofila Grenchen unter der Leitung von Präsident Erwin Affolter, der krankheitsbedingt nicht selbst antreten konnte.
Sportlich dominierte der Schweizer Topspieler Rodolfo Peschiera das Turnier. Er kämpfte sich bis in den Final vor, nachdem er im Halbfinal zunächst in Rückstand geraten war. Im Endspiel traf er auf Claudio Ercalino aus Neuenburg. In einer ausgeglichenen und hochstehenden Partie setzte sich Peschiera schliesslich knapp mit 12:10 durch.
Boccia wirkt auf den ersten Blick einfach, da es darum geht, die eigenen Kugeln möglichst nahe an den kleinen Zielball (Pallino) zu bringen. Doch erst durch präzise Technik und taktische Würfe entfaltet sich die Komplexität des Spiels. Dies beeindruckte auch Vertreter der Stadt Grenchen, die als Sponsoren vor Ort waren und die Feinheiten des Spiels erklärt bekamen.
Das Turnier zeichnete sich durch hohes sportliches Niveau, Fairplay und eine angenehme Atmosphäre aus. Beim traditionellen Schluss-Apéro liessen Spieler und Zuschauer den gelungenen Anlass ausklingen, der als vielversprechende Premiere in Erinnerung bleibt.
